PeakBraek 2013, Teil 2

Noch fünf Etappen

Noch fünf Etappen

Die Kronplatz Etappe mit Geamtrang 8 und 5 in meiner AK, zeigte, wohin es eigentlich gehen kann. Es waren noch fünf Etappen zu fahren, am vorletzten Tag nochmals eine mit 189km und 3.200Hm etwas längere. Im vergangenen Jahr war das mit 5° und Dauerstarkregen einer meiner schwärzesten Tage. Heuer versprach der Wetterbericht deutlich bessere Verhältnisse.

4. Etappe: Bruneck – Pustertaler Höhenstrasse – Großkirchheim, 121km, 2.100Hm

Überschaubare Eckdaten. Eine lange, fast einstündige neutralisierte Phase bis fast nach Sillian führt uns aus S-Tirol nach Osttirol, bevor es steil die Pustertaler Höhenstrasse hinaufgeht. Diesen “Höhenstrassen” begegne ich mittlerweile immer mit viel Respekt: Meist ein stetig Auf und Ab, steil, kurvig, eng, kommt man eher langsam als schnell voran.

Am Anfang halte ich mich wieder etwas zurück und finde mich am zweiten der drei  eher kurzen Anstiege der Höhenstrasse mit Jens Engelhardt aus einem Mixed Team zusammen. Gemeinsam gehts hinunter und durch das Tal weiter zum Igelsberg. Wir fragen uns schon, wie wir auf die von Lienz kommende Strasse kommen sollen. Erstmal gar nicht, lautet die Antwort. Auf einem kleinen dafür um so steileren Nebenstrasse geht es hinauf. Thorsten Pamminger, der weiter knapp hinter mir in der Gesamtwertung liegt, kommt langsam auch wieder näher. Respekt, allein hatte er uns in den flachen Abschnitten minute um Minute eingeholt. Jens kann sich leicht absetzen, doch oben zur Kuppe des Igelsberges hin mobilisiere ich nochmal alles und schließe die Lücke, Thorsten kann nicht mehr folgen. Wir sammeln noch Jörn Kinzel vom “SprichmitHeike” Team auf und fahren zu Dritt die letzten 10km nach Großkirchheim. Gesamt 15, AK 10. Nach der anstrengenden Etappe auf den Kronplatz geht das in Ordnung.

Gratulation an Werner Grundkötter, der zu Beginn der Pustertaler Höhenstrasse attackierte und nach einer tollen Solofahrt mit fast sieben Minuten Vorsprung die Etappe gewann!

Da bis 17:00 Uhr die Gehwege hochgeklappt sind, kommt Wolfgang Schmidt zu mir ins Appartement und wir kochen Pasta Bianche. Lecker und spassig.

5. Etappe: Großkirchheim – Glockner – Bischofshofen, 112km, 2.600Hm

Die Daten vergleichbar mit der gestrigen Etappe, aber doch ganz anders. Nur wenige Kilometer neutralisiert und schon beginnt der lange Anstieg zum Hochtor und weiter zum Fuscher Törl. Bis zur Abzweigung zur Franz Josefs Höhe kann ich mit Caroline Kopietz, der führenden Dame, mitfahren, muss aber dort reißen lassen. Auch Thorsten Pamminger ist auf und davon. Ich hoffe, ihn auf der Abfahrt wieder “einzufangen”. Der viele Schnee und das schöne Wetter bieten eine tolle Kulisse für diese tolle Fahrt. Zweifellos eine der schönsten Etappen der ganzen Woche. Beim Anstieg zum Fuscher Törl sehe ich Werner Grundkötter etwa 300m vor mir. Mit ihm das flache Teilstück im Tal zum Filzener Sattel zu fahren wäre genial. Wieder kann ich noch einen Zahn zulegen und passiere mit ihm die Labe an der Passhöhe, gemeinsam geht es hinunter. Thorsten überholen wir tatsächlich in der Abfahrt. Seit einem Unfall bei einer Abfahrt, fährt er sehr vorsichtig und verliert dabei leider viel Zeit…

Nach der Mautstation macht Werner Tempo. Eine gute Entscheidung, oben zu investieren. Bald sammeln wir Caroline auf und zu dritt bügeln wir über die Wellen. Das geht bei mir gerade so, für Caroline ist es leider etwas zu schnell. Wir fahren auf Michael Köfalvi und Heribert Arnhof auf und mit ihnen zum Filzener Sattel. Ab hier fährt jeder sein Tempo und ich reihe mich eher hinten ein. Leider wird die Strasse an eine Baustelle noch per Ampel geregelt und so schiebts ich alles wieder zusammen. Michael hat danach eine solche Wut, dass er danach Vollgas gibt und den etwa vier Minuten vor uns liegenden Wolfgang Schmidt einholt. Wir anderen verlieren uns wieder, Thorsten überholt mich am Dientner Sattel, ich kann aber sein Hinterrad halten. In der Abfahrt wieder eine Ampel und alle erneut zusammen. Im Ziel 11. Gesamt, AK 8. und vierter unserer sechsköpfigen Gruppe. In der Gesamtwertung rutsche ich auf Platz 13.

Leider verteilte uns das Fremdenverkehrsbüro auch auf Hotels “etwas ausserhalb”. Das “etwas ausserhalb” waren bei mir 10km und 700Hm. Bis ein Shuttle organisiert ist, vergehen drei Stunden. Positiv bleiben, nicht unnötig ärgern, essen, trinken, die Zreit nutzen. Oben schnell duschen, umziehen und schon kommt das Shuttle zur Massage. Ruhe ist anders.

6. Etappe: Bischofshofen – Kitzbühler Horn, 91km, 2.300Hm

Schnaufen im Ohr

Schnaufen im Ohr

Eine tolle Bergankunft erwartet uns. Ich schlafe mit dem Gedanken ein, auf das Kitzbühler Horn gfahren zu dürfen und freu mich darauf. Auch wenn es alles andere als spassig wird. In der Anfahrt kommt Michael Köfalvi leider zu Sturz und muss das Rennen beenden. Und das nachdem er gestern nach Defekt und der Roten Ampel ein solch gutes Ergebnis hingelegt hat.

Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen: Anstrengend die knapp 1.000Hm von St. Johann hinauf zur Bergstation, steil und kaum nachlassend. Immer wieder das Schnaufen von Jens Engelhardt im ohr, das mich zu etwas mehr Tempo antreibt. Zuletzt 12. Gesamt und wieder 8. in meiner AK. In der Gesamtwertung jetzt 12.

Zurück geht es mit dem Bus, wir bleiben in unserem etwas abgelegenen, aber schönen Berggasthof, essen dort, gönnen uns einen Saunagang. Etwas Entspannung, bevor es morgen nochmal lang wird.

 

 

 

 

7. Etappe: Bischofshofen – Sölkpass – Kleinkirchheim, 179km, 3.200Hm

Die vorletzte Etappe… aber das Wetter ist gut, die Stimmung auch, nur die Beine etwas müde. Das aber nicht nur bei mir. Hinauf zur Ramsau läuft es gut und ich kann mit der Spitzengruppe mitfahren. Irgendwo nach der 1. Labe fährt Peter Pawlus davon und holt sich später nach gut 120km Solofahrt den Etappensieg.

Mir hingegen vereitelt ein kleiner Kiesel in der Abfahrt von der Ramsau die Weiterfahrt, durchsticht er doch meinen hinteren Schlauchreifen. Das bei gut 60km/h in einer Rechtskurve. Ich komme gut zum stehen, das Pannenspray dichtet und jetzt noch bisserl Nachpumpen, damit es leichter rollt und die Abfahrt auch sicherer ist. Pumpe aus dem Taschrl geholt und schon habe ich zwei teile in der Hand. Die Vibrationen haben ganze Arbeit geleistet. Und wie ich mit der Pumpe umeinander tu, fällt ein drittes Teil, der kolben zu Boden. Und da steh ich nun, suchend. Gut 30 Minuten suche ich, werde fündig und pumpe. Frustriert nehme ich die restlichen 120km in Angriff, fahre allein über den wunderschönen Sölkpass, um auf dem Weg zur Turracher Höhe doch noch auf jemanden aufzufahren. Leider habe ich dann aber einen kleinen Einbruch, es geht recht zäh die letzten Kilometer hinauf . Nach kurzer Abfahrt passt es wieder. Knapp 1h verliere ich auf die konsorten mit denen ich üblicher Weise ins Ziel rolle. In der GEsamtwertung spült es mich auf Platz 22 zurück. Anstatt Essen und Ausruhen wechsel ich den Schlauchreifen. PeakBreak, vorletzte Etappe, immer verhext…. Auch Stefan Wimmer hatte Pech: Seine Kette dreht sich in der Abfahrt ein, der Käfig der Schaltung brach und er verlor gut 1:30h

8. Etappe: Kleinkirchheim – Nockalmstrasse – Tröpolach, 137km, 3.000Hm

Nochmal alles geben – nach dem Pech gestern. Sollte heute nochmal ein normales ergebnis her. Auf dem weg zur Nockalmstrasse zog sich das Feld wieder arg auseinander. Auf dem Weg hinunter sammelte sich eine siebenerGruppe, die bis zur Winischer Höhe hielt. Hier enteilten uns ein paar Fahrer und zu viert fuhren wir zurück nmach Tröpolach. Leider übersahen wir einen Wegweiser, sparten uns zehn kilometer und kamen somit früher als die Fahrer an, die uns zuvor an der Windscher Höhe davon fuhren. Wenn man das bereinigt, wäre das heute der 12. bis 14. Platz gewesen.

Das versöhnte mich wieder. An der Windischer Höhe ging zwar der Druck wieder etwas verloren, aber es war schon noch ok – immerhin der 8. Renntag.

Noch nicht zu Hause

Noch nicht zu Hause

Ab 16:00 dann Grillen, Siegerehrung, Ratsch und Tratsch und pläne für die nächsten Wochen, Monate und Jahre. Weil aber noch ein langer Heimweg wartet, gehts los nach Hause. Und weil der Sprit neben der Autobahn billiger ist, als an den AB Tankstellen in Seeboden auch schon wieder runter von der AB. Kurz verfahren, in einer Firmeneinfahrt gewendet. Kurz darauf kommt mir der Bus so träge vor, hinter der Musik hör eich ein schlabberndes Geräusch…. Seeboden und  der Bus – wie im letzten Jahr wieder einen Platten.  Bravo! Und weils gerade passt noch Blitz, Donner und Regen. Merci vielmals. Naja, huift nix. Nach etwas Warterei ist der regen fast vorbei, das Rad gewechselt und dann gehts endlich heim.

1 comment to PeakBraek 2013, Teil 2

  • Wolfgang

    Christoph,
    War a intensive sehr schöne Woche! Hab mich übers Wiedersehn gfreid!
    War leider scho weg, sonst hätt i wieder gern beim Bus-Patschn assistiert :)

    lg

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