Bahn Cup in Prag

Prag hat es mir angetan. Nach dem Abschlußrennen im Herbst fuhr ich Ende Januar noch den Bahn Cup in Prag. Wegen der (zu) kurzen Bahn mit 154m wurde dem Rennen der Status P1 (Europa Cup) entzogen. So wurde es zu einem Ländervergleich von Tschechien und Deutschland mit einem übersichtlichen Starterfeld und familiärer Atmosphere.

Die letzte Bahnverfolgung

Für mich war es wohl das letzte Bahnrennen überhaupt. Ich betrachtete das Rennen nicht für sich allein, sondern mit den zwei Vorbereitungsblöcken in Montichiari. Die haben so viel Spaß gemacht, dass wir auf alle Fälle einfach so sicher wieder dorthin auf die Bahn fahren werden. Egal was in Prag hinten rauskommen sollte – das gezielte Trainieren, die Einheiten auf der Bahn, das anschließende Chillen im Hotel, das gute Essen dort… und Schnee hatte es ehh fast noch keinen ;-) Das hat einfach Spaß gemacht.

Kurze Bahn, steile Kurven

Die sehr kurze Bahn (154 anstatt 250m) war schon recht gewöhnungsbedürftig… In den engen Kurven wirkten ungewohnte Fliehkräfte: Beim Teamsprint rutschte meine Sattelstütze deswegen etwa 2cm in den Rahmen, eine sauber Linie war nur schwer in den kurven zu fahren.

Interessant wurde es, als ich in der 4000m Verfolgung in einer kurve auf den blauen Streifen runter kam und mir das Vorderrad wegrutschte… In den Runden zuvor war ich noch etwas zu schnell, reduzierte etwas, war dann gut unterwegs und konnte die Linie halten. Die Belastung stimmte, die Atmung ging gut und noch taten die Beine nicht weh. ich wurde einen Moment unaufmerksam und schon war ich unten. Das Vorderrad ging weg, fing sich aber gleich wieder, der Schwerpunkt rutschte etwas nach vorn, das hinterrad hob ab, setzte  gleich wieder auf. Beim Schreiben bekomme ich wieder feuchte Finger… Nun schoß ich in den Himmel in Richtung des oberen Randes der Bahn. Nun war ich aber so langsam, dass ich alles wieder unter Kontrolle bekam. kurzes überlegen, ob ich weiter fahre… Dann gings weiter. Nach etwa drei runden hatte ich meinen Rythmus wieder.

Die Ergebnisse waren ok – die Zeiten auf der kurzen Bahn schlecht mit denen einer normalen 250er Bahnkaum vergleichbar. Wie gesagt, es sollte machen! Und das tat der Trip. Abends noch mit Wolfgang wieder ins Andel, gut essen, dann gemütlich heimfahren.

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